, Benno Thalmann

2. Mannschaft: Enttäuschendes Remis vor grosser Kulisse

Nach den zuletzt durchwachsenen Resultaten vom «Zwöi» wollte das Megger Kollektiv eine Reaktion gegen Schlusslicht Baar zeigen, dies gelang nicht über 90 Minuten und so muss das Team nach dem Spiel sogar zufrieden sein mit einem Punkt.

Vor dem Match staunten die Megger Spieler nicht schlecht als die Baarer Fans mit Trommeln und Fahnen zur Tribüne des Hauptfeldes zogen. Zuschauer-technisch ist sich die zweite Mannschaft aus Meggen solch gelebte Fankultur nicht gewohnt, um so schöner, dass an diesem sonnigen Samstagnachmittag das Heimteam seine Anhänger mobilisieren konnte, denn das Spiel war trotz niedrigem Niveau sehr unterhaltsam.

Erste Hälfte Top

Das Megger Team war mit vielen guten Vorsätzen angereist und brachte diese auch gleich nach dem Anpfiff auf den Rasen. Der Ball zirkulierte flott durch die eigenen Reihen und einige Ballstafetten wurden aufgegleist. Nach nur 15 Minuten enteilte Philipp Blaser seinem Bewacher und konnte dank seiner Schnelligkeit alleine aufs Tor ziehen, wo er ungewohnt nervenstark zum 1:0 vollendete. Die Führung währte aber nicht lange, obwohl Meggen überlegen war, wurde die Verteidigung nach einem Einwurf des FC Baars übertölpelt und Grüter, der den Ferienabwesenden Haefeli vertrat, das erste Mal bezwungen.
Bei diesem Zwischenstand blieb es auch bis zur Pause, doch die Leistung des FCMs stimmte zuversichtlich: spielerisch führte der Gast die feinere Klinge, erspielte sich einige gute Chancen und auch kämpferisch war Meggen präsent. «Wir waren alle hoch motiviert und Baar auch ein dankbarer Gegner», kommentiert Abräumer Bäschteli die Leistung der Megger, «ich war besonders heiss im Duell gegen meinen jüngeren Bruder. Zur Pause hatten wir alles im Griff und mein Bruder kein Stich.»

Zweite Hälfte Flop

Das dynamische Trainerduo Meeuwsen/Steiger schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben, denn nur 5 Minuten nach der Pause konnte der FCM das 2:1 verbuchen. Kaufmann glänzte mit seinem zweiten Assist und dessen Steilpass musste Schmidli nur noch am Torwart vorbei einschieben. Doch abermals hatte die Führung keine 10 Minuten bestand. Nach einem taktischen Foul verwandelte ein Baarer den fälligen Freistoss aus 20 Meter platziert, aber etwas glücklich im Megger Kasten.
Durch diesen Treffer gingen alle eingangs beschriebenen Vorsätze komplett vergessen und die taktische Spielordnung und das Spielsystem litt je länger je mehr im Megger Spiel. Wurde in der ersten Hälfte noch flott und flach kombiniert, wurde das Match nach der Pause vorwiegend durch Kick-n-Rush dominiert. Zwar konnte der FCM noch einige gute Chancen kreieren, doch dass die etwas weniger versierte Truppe aus Baar Kick-n-Rush besser beherrschte, bewiesen die Hausherren dann in der 81. Minute, als sie nach einem langen Ball das 3:2 erzielten. Die wenigen Gästefans waren schon mit einem Bein auf der Heimreise, als in der 3. Minute der Nachspielzeit Coach Meeuwsen persönlich mit einem wuchtigen Kopfball noch den Ausgleich realisierte und Meggen einen Punkt sicherte.
«Wir merken schon, dass Mentalcoach RZ7 fehlt», antwortete uns Meeuwsen auf die Frage, ob Meggen ein Mentalproblem besitzt, «doch der Trainerstaff wird in der Match- und Fehleranalyse darüber sprechen, leider haben wir dafür nur wenig Zeit, da wir am Mittwoch schon auf den nächsten Gegner treffen.»

Aus diesem Grund würden sich die Medienabteilung und alle Kicker der zweiten Mannschaft freuen, wenn (wie beim FC Baar) zahlreiche Heimfans den Weg aufs Megger Hofmatt finden würden, um das Team nächsten Mittwoch um 20:00 Uhr im Meisterschaftsspiel gegen den SC Schwyz zu unterstützen (auch ohne Coronazertifikat).